ZEN CHIC spotted second edition {werbung}

Bauhaus oder Jugendstil? Lakritz oder Marshmallow? Zen Chic oder Tula Pink? Wieso eigentlich: oder? Es geht doch beides! Zumindest bei mir. Auf der einen Seite das Verspielte, mitunter Liebliche bzw. Süße oder eben das Geradlinige, Strenge. Daher musste ich auch ganz fix auf Brigitte Heitlands Aufruf nach „Heinzelmännchen“ antworten – Ob es klappt? Und ob ich dann meinen Lieblingswunsch nähen darf? Ja, es hat geklappt – sonst hätte ich gar keinen Grund heute zu schreiben.

Heinzelmännchen?

Ja, Heinzelmännchen nennt „Frau Zen Chic“ ihre Helferlein, welche ihr Musterstücke aus zukünftigen Stoffkollektionen für Produktphotos und Ausstellungsstücke für Messen nähen. Und am Ende darf das Werk bei dir selbst wohnen.

Aus einem kleinen „Schnittmusterkatalog“ konnte man sich eines aussuchen und durfte dann auf ein Päckchen mit allem, was zur Umsetzung nötig ist, warten.

Was war drin?

Hach was war die Warterei aufregend! Bei Rhinetex im Januar konnte ich bereits die Serie „A day in Paris“ anschauen – und ich hatte Bammel, das genau dieser Stoff für mich bereit liegt (ich mag diese Rosatöne nicht wirklich und hätte sicher Schwierigkeiten gehabt, die Idee umzusetzen.). Welch Freude! Ich erhielt ein Päckchen mit

  • einem Mix aus der alten und nun neu erscheinenden Serie „Spotted„,
  • sowie „Modern Background: More Papers„,
  • einem Solid für die Rückseite,
  • Batting
  • und einen Streifen für das Binding.

Die Anleitung „Mini Quilt of the Month, July: Flying Geese“ konnte ich mir bei Purl Soho kostenlos herunterladen.
Ich liebe ja Überraschungspäckchen und kann immer nicht erwarten, etwas daraus zu machen.

Auf gehts! Auf gehts?

Bei näherer Betrachtung dann ein kleiner Schock: eine Stoffauswahl, die ich selbst so nie kombiniert hätte. Kalte und warme Farben gemixt – verflixt, und nu?!

Gefühlte 100 Stunden hab ich die Stoffe aneinander gehalten, ausgelegt, kombiniert – und wieder verworfen. Da muss doch was gehen, Brigitte hat sich was dabei gedacht! Wo ist das Colour Sheet? Zu Hülfe!

Nur gut das ich ein paar Mädels zu jeder Tages- und Nachtzeit mit Fragen zu Stoffen „nerven“ darf – besonders Yvonne durfte sich in dieser Zeit einige Vorschläge und Ideen ansehen und kommentieren. Auf diesem Detailbild seht ihr mein „Dilemma“:

copyright Foto by Brigitte Heitland/zen chic

Nach einiger Zeit hatte ich dann meine Paarungen für die Flying Geese gefunden und machte mich an den Zuschnitt. Nochmal: verflixt! Für die optimale Lösung fehlen mir genau zwei Quadrate von dem einen weißen Background. Aber Frau hat ja einen kleinen Vorrat an Stoffen daheim und siehe da, es gibt noch ein unangetastetes Charm Pack „More Paper“ – meinem Plan steht also nichts mehr im Wege.

copyright Foto by Brigitte Heitland/zen chic

Spotted! Miniquilt in the making

Das zusammenfügen der einzelnen Flying Geese ging dann fixer als das Zusammenstellen der Farbkombinationen. Doch trotz eines wunderhübschen Ausmalbildes gefiel mir dann die ursprüngliche Anordnung doch nicht. Wundert euch nicht, gell? Wieder eine kleine Messanger-Konferenz mit Yvonne und 76 Fotos später war ich dann bei der endgültigen Version angekommen.

Neun Blöcke genäht, dann die drei Reihen – und schon wieder: verflixt! eigentlich wollte ich den einen Block doch drehen, das wäre dynamischer geworden! Was tun?

Erst einmal liegen lassen. So wie es jetzt ist, entspricht es der Vorlage. Ein paar Mal drauf geguckt – wieder weggelegt. Irgendwann hatte ich dann meinen Frieden mit meinem Werk geschlossen und machte mich ans Sandwich bzw. dachte über das Quilting nach. „Spotted!“ lud vom Namen her zu einem runden, organischen Muster ein. Auf meinem Probestück sah das jedoch ziemlich Banane aus, so daß ich schlußendlich dem Original gefolgt bin und nur die Nahtschatten nachgezogen habe (hier auf der Rückseite ganz gut zu erkennen).

copyright Foto by Brigitte Heitland/zen chic

Für die Rückseite hab ich ganz verwegen eine Farbe von vorn aufgegriffen – klar sieht man das nicht, wenn der Miniquilt an der Wand hängt. Doch allein das Wissen darum macht mich zufriedener.

copyright Foto by Brigitte Heitland/zen chic

Das Binding hab ich relativ schmal geschnitten und erst mit der Maschine an den Quilt, auf der Rückseite dann von Hand angenäht.

Spotted Flying Geese Miniquilt – fertig!

Im Prinzip ist dieser Quilt wirklich fix genäht. Wenn – ja wenn! – man entscheidungsfreudiger und nicht so wahnsinnig zweifelnd ist was die Stoffe bzw. Farbauswahl angeht. Beneidet hab ich später Ulrike, die hat eine Vorlage zur Stoffplatzierung mitgeliefert bekommen.

Frage an euch Leser*innen: Tut ihr euch auch immer schwer mit der „perfekten“ Stoffauswahl oder fliegt euch diese einfach so zu? Darf es auch bewusst „geht so“ sein? Lieber die sichere Bank (einer Serie plus höchstens korrespondierende Unis) oder bunter Mix?

copyright Foto by Brigitte Heitland/zen chic

Darüber hinaus hab ich mich geärgert, das mein Flying Geese Lineal nicht passte. Es ist einfach zu klein. Dabei sind diese kleinen Werkzeuge echt hilfreich! Dabei sind diese kleinen Werkzeuge echt hilfreich! Es ist ja nicht so, dass ich nicht eine kleine Auswahl an Sondermaßen daheim habe. Etwas fehlt also immer. Natürlich ging es auch ohne, sehr ihr ja.

Mit dem fertigen Miniquilt bin ich zufrieden. Natürlich sehe ich meine Ungenauigkeiten – aber wisst ihr was? Es stört mich nicht. Wenn ich die Leute nicht mit der Nase drauf stupse, sieht es eh kaum jemand,

copyright Foto by Brigitte Heitland/zen chic

So an der Wand wirkt er klasse, oder? Bei mir hängt er nun im Treppenaufgang – bis mein Nähzimmer mal fertig sein wird. Ich freu mich jeden Tag daran!

Ich danke recht herzlich, dass ich im „Heinzelmännchen Team“ dabei sein darf. Besonders auch für die Fotos – meine sind einfach nicht so hübsch wie Brigittes.

Der nächste Job ist schon angekündigt – ich freu mich drauf!

4 thoughts on “ZEN CHIC spotted second edition {werbung}

  1. Ich bin so stolz auf dich! Das hast du wunderbar gemacht. Und nächstes Mal schaltest du mich ein wenn ein Lineal oder ein Stöffchen fehlt ?

    Liebste Grüße aus dem Norden
    Annette

  2. Tja, die Stoffauswahl – ich bewundere ja Leute, die sich in dieser Weise damit beschaeftigen. Ich mach das aus total dem Bauch (und meinem stash) heraus. Doch, ich kenne das color wheel, ich weiss um Farbtheorie, und dennoch will ich mich da irgendwie nicht “unterwerfen”. Und ja, auch fuer mich gehen irgendwie alle Stoffe solange sie interessant und farbintensiv sind (mit solids tue ich mich ein bisschen schwer, ich liebe halt schoene Muster). Dennoch schaetze ich Brigitte Heitlands Sachen sehr, kaufe auch ihre Stoffe, benutze sie nur anders. Auf jeden Fall sind die Gaense sehr gut gelungen, und ich finde es auch gut, dass mal beschrieben wird, wieviel Zeit und Muehe selbst in einem kleineren Stueck stecken.

    1. Danke für deine Rückmeldung. Bei anderen sieht es immer so „leicht und aus dem Handgelenk“ aus, gell? Ebenso das Quilten an sich. Meine persönliche „Göttin“ ist ja Iva – ob ich jemals da ankomme? Eher nicht. Aber inspirieren lass ich mich gerne!
      Dir weiterhin viel Spaß mit „eher Mustern“ – und hin und wieder einem kleinen Blick über den Tellerrand 🙂
      Christina

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