Instagram-Tutorial: Hashtags & Markierungen

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Instagram ist zu meinem zweiten Wohnzimmer geworden: mit einem großen rundum Fenster in die weite Welt. So brauch ich gar nicht ins Auto steigen oder einen Flug buchen, um über meinen Gartenzaun hinaus zu schauen.

Was ist Instagram eigentlich?

Klar könnte ich jetzt einen Wikipedia-Eintrag oder einen anderen fachlich korrekten Artikel zitieren. Doch ich versuch ich mal mit meinen Worten:

Instagram ist eine Plattform für Menschen, die eher visuell orientiert sind und lieber (stehende) Bilder mögen als 657 Zeilen Fließtext. Zu den spontan gemachten Bildern aus dem Alltag gibt es ein bisschen oder auch ein bisschen mehr Text – fertig. Ein bisschen wie früher die Instamatic oder Polarid-Fotos wirken die quadratischen Bildausschnitte.

Einige Blogger sind ganz auf Instagram umgestiegen – ist es doch viel einfacher und auch schneller zu bedienen als ein Blog.

Instagram – Tor zur Welt?

Stand Juli 2019 kann man mit Instagram durch das Benutzen von Hashtags und aktives Folgen anderer Accounts/Profile relativ schnell ein großes Netz knüpfen. Man muß nur aufpassen, daß man nicht nur dort lebt – was ziemlich schnell passiert, wenn man sich total in ein Thema vertieft hat.

In meiner Anfangszeit bin ich natürlich all den Leuten gefolgt, die ich im echten Leben kannte und durch die Näh-Community kennen gelernt habe. Das war eine überschaubare Gruppe. So gut wie jeden kannte ich im echten Leben, mein Konto war privat.

Mit der Zeit veränderten sich meine Interessen, ich folge neben den Freund*innen und der Familie auch Designer*innen, anderen Kreativen, Firmen und (veganen) Sportler*innen. Mit der Zeit änderte ich auch mein Profil auf öffentlich, da ich es ziemlich unfair fand, bei anderen in der Küche zu sitzen aber meine Burg verriegelt zu lassen.

Und dann kam irgendwann der/die/das Hashtag.

Hashtags? Was sind Hashtags?

Hashtags sind diese süßen kleinen Rauten # – in Kombination mit Begriffen wie #quiltersofinstagram #tulapinkdestash oder auch #sommersonnesonnenschein kommst du ganz fix zu anderen Profilen, die ähnliche Interessen verfolgen wie du.

Und natürlich kannst du eigene Hashtags erfinden – so hab ich mir angewöhnt, für meine Swaps welche zuerteilen, zuletzt den #hstMINIQUILTswap. Unter #wellnessnähen findest du (überwiegend) alle öffentlich Fotos zu unserem #näheninwesternohe. Probiert es doch mal aus!

Entweder klickt ihr unter den Bildern aus eurem Feed mal auf einen drauf oder gebt in der suche etwas ein, was euch interessiert:

.. 1 .. Öffne deine Instagram-App – dir wird dein aktueller Feed angezeigt – das sieht ungefähr so aus (ich benutze ein Android-Mobiltelefon, auf anderen Betriebssystemen kann es anders dargestellt werden).

So ungefähr sieht eine Einstiegsseite bei Instagram aus.

.. 2 .. Klicke unten auf die Lupe, um zur Suche zu gelangen:

.. 3 .. Die Suche öffnet sich und zeigt dir erst mal algorithmisch erstellen Ergebnisse zu deinen Interessen (meistens passt es).

.. 4 .. Dann klicke oben das Feld „Suchen“ an. Es öffnet sich eine Übersicht: Die drei Balken stehen für den „Gemischtwarenladen“, das Männeken für die Profile, die Raute # für die Hashtags und der Tropfen mit dem Punkt drin lässt dich Orte suchen.

.. 5 .. Schalte um auf den Hashtag, gib deinen Suchbegriff ein und …

.. 6 .. Schwups, werden dir alle Bilder, die passend verknüpft sind, angezeigt – sofern das Profil öffentlich ist (oder ihr miteinander verbunden seid). Mittlerweile kann man sogar Hashtags abonnieren!

Soviel zu den Hashtags. Manchmal ist man so in seiner Blase, dass vermeintliches Allgemeinwissen eben doch nicht so verbreitet ist.

So wie sich Hashtags wunderbar benutzen lassen, und nach Interessen zu sortieren, kann man Markierungen bzw. Tags ganz wunderbar verwenden, um Profile zu verknüpfen.

Markierungen – wie geht das?

Generell sollte sich jeder Instagram-Nutzer überlegen, ob er es zulässt, das andere ihn markieren dürfen. Eine Zeitlang gab es eine riesige Flut mit Spam-Accounts, die dich auf irgendwelchen Sonnenbrillen-, Erotik- oder WasauchimmerfüreinenMist-Bildern verlinkt haben. Doch ist mir dies lange nicht mehr passiert. Diese Grundeinstellung kannst du so vornehmen:

.. 1 .. Wir beginnen wieder auf der eigenen Einstiegsseite und wählen unten rechts das Icon zu unserem Profil.

.. 2 … und klicken oben rechts die drei waagerechten Striche an, um zu unseren Einstellungen zu gelangen.

.. 3 .. Es öffnet sich nun deine Sidbar, wo du ganz unten deine Einstellungen findest. Bitte auch hier: klicken!

.. 4 .. Wähle hier Privatsphäre

.. 5 .. und im folgenden die Markierungen:

.. 6 .. Mit dem Schieberegler erlaubst du entweder die Markierung oder verbietest sie.

So, bis hierhin: Grundeinstellung. Noch hast du weder dich noch wen anderes auf einem Bild von dir markiert.

Markier mich!

So viele Bilder bisher und noch immer bist du noch nicht weiter gekommen mit den Markierungen. Aber weißt du was? Manchmal komme ich vom Hölzken aufs Stöckchen – das ist so. Und ich denke schon, dass du die Vorrede gut gebrauchen kannst.

Jetzt gehts aber richtig los:

.. 1 .. Erstelle ganz normal einen Beitrag, kurz vorm Teilen sieht es dann ungefähr so aus:

Wähle an dieser Stelle „Person markieren“ aus.

.. 2 .. Klicke auf das schwarze „Wer ist das?“ und gib in das nun erscheinende Suchfeld den Namen des Profils ein, welches zu markieren willst. Manchmal erscheint schon nach wenigen Buchstaben das gewünschte Profil (gerade wenn ihr miteinander verbunden seid), manchmal muss man wirklich suchen.

Du kannst zur Zeit in Summe bis zu 20 Profile in einem Beitrag auf den Bildern markieren.

.. 3 .. Jetzt kannst du ganz normal mit deinem Posting weiter machen: Text nicht vergessen, vielleicht noch den Ort ergänzen: Fertig!

.. 4 .. Im Feed schaut es dann ungefähr so aus:

Wenn euch jemand markiert hat, bekommt ihr in der Regel auch eine Nachricht -> der rote Punkt unter dem Icon für euer Profil zeigt es an. Im Gegensatz dazu werden Markierungen im Beitragstext oder in Kommentaren unter dem Herzchen aufgelistet.

Und wie behalte ich den Überblick?

Hin und wieder geht eine Benachrichtigung unter. Das ist aber gar nicht schlimme, denn ihr könnt zu jeder Zeit nachsehen, wer euch markiert hat. Auch dieses Mal müssen wir zuerst in unser eigenes Profil klicken:

Dieses Raster ist die übliche Ansicht für das eigene Profil (ich hab den Text oben abgeschnitten, nicht wundern). Das Raster oben über deinen Bildern ist der gerade aktive „Karteikartenreiter„. Wenn du nun auf die Figur im Bilderrahmen klickst, ändert sich die Ansicht:

Mit ziemlicher Regelmäßigkeit überprüfe ich die Photos, auf denen ich verlinkt bin. Es gibt einige Gründe, warum dies manchmal nicht (mehr) passt. Dann hast du die Möglickeit, das betreffende Bild auszuwählen und für dieses eine Bild die Genehmigung zurück zu nehmen (und damit aus deinem Profil zu entfernen):

Jetzt fällt mir wirklich nix mehr zu dem Thema „Markierung“ ein. Wirklich nix? Oh doch:

Warum markiere ich eigentlich andere Profile?

Diese Frage hab ich ganz hinten angestellt. Die einen finden es überflüssig, die anderen empfinden es als eine Sache der Höflichkeit.
Meine ganz persönliche, unsortierte Liste der Gründe für eine Markierung:

  • Ich war mit einer Person an einem Ort und möchte diese Erinnerung mit ihr Teilen.
  • Bei einem SWAP ist dies eine gute Möglichkeit, Teilnehmer auf Updates/Hinweise und ähnliches Aufmerksam zu machen.
  • In (meinen) Bee-Gruppen gehört es zum guten Ton, all die fleissigen Bienchen zu erwähnen, die einem auf dem Weg zu einem Quilt begleiten.
  • Wenn ich etwas nach einer Anleitung, aus einem Produkt genäht (oder allgemeiner: gemacht) habe, verlinke ich gleich zur Quelle (was dann im Social Media-Sprachgebrauch Werbung ist).
  • Geschenke! Gewinne! PIFs! all diese lieben Menschen (oder Firmen) freuen sich natürlich darüber, wenn ich sie erwähne. Und geteilte Freude ist mit die schönste Freude.
  • Manchmal hab ich mit jemandem über eine konkrete Sache oder Situation gesprochen, die kurz danach aktuell wird: dann ist die Markierung ein kleines „Hej, ich denk an dich. Guck mal!“

Sicher hab ich den ein der anderen Grund vergessen. Aber diese scheinen mir die wichtigsten zu sein.

Wie haltet ihr es mit Markierungen?

Seid ihr der Meinung: Brauch ich nicht! oder nutzt ihr sie regelmäßig? Ich bin gespannt!

Ich wünsch euch nun noch einen weiterhin kreativen Sommer! Der nächste Beitrag wird dann wieder weniger theoretisch, versprochen!

aktives Folgen = Ich kann zwar 7823469 Profilen folgen, aber wirklich mitbekommen vom einzelnen werde ich nicht. Für mich ist „aktives Folgen“ dann der Fall, wenn ich mit dem Profil agiere: kommentiere, auch mal eine Direktnachricht austausche oder die Person hinter dem Profil im echten Leben treffe.
Feed = Die Abfolge der Bilder/Beiträge. In den einzelnen Profilen sind sie zum Glück noch chronologisch, in deinem allgemeinen Feed leider nicht (mehr).
Hashtag = „Ein Hashtag ist ein mit Doppelkreuz versehenes Schlagwort, das dazu dient, Nachrichten mit bestimmten Inhalten oder zu bestimmten Themen in sozialen Netzwerken auffindbar zu machen.“ (Quelle: Wikipedia)
Markierung = Eine Markierung ist eine Funktion bei Instagram (und auch anderen sozialen Netzwerken), die es mir ermöglicht im Text oder auf einem Bild andere Profile zu verlinken. Im Text geschieht das durch @ und dem Zusatz des Profilnamens -> @minerva_huhn zum Beispiel. Für die Bildvariante lest ihr das Tutorial hier 🙂
PIF = Pay it Forward ist ein Ausdruck dafür, nicht dem Verursacher einer guten Tat/Gabe etwas zurück zu geben sondern einem anderen Menschen. Periodisch treten „organisierte Aktionen“ in den sozialen Medien auf. Natürlich darf man diesem Prinzip aber jeder Zeit folgen.
Profil = Die zu einer Person, einem Unternehmen, einem Produkt oder Projekt gehörende Seite.
Schlagwort = „Als Schlagwort bezeichnet man meist vorgegebene Bezeichnungen, die zur inhaltlichen Beschreibung ausgewählt werden können.“ (Quelle: wikipedia)

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